Hannover: Night of Light.

Mir ist es immer ein Rätsel, wie man wochenlang Veranstaltungen vorbereiten kann, und dann keine Werbung dafür macht. Von der „Night of Light“ in Hannover (und weltweit?) habe ich gestern Abend leider nur zufällig auf der Heimfahrt etwas mitbekommen. Hier: Das Congreß Centrum Hannover. Zum Glück habe ich meine Lumix dabei und mache ein paar Schnappschüsse: Aufnahme mit 25 mm MFT (50 mm KB), 1/8 s aufgestützt bei 3.200 ISO.

HCC Night of Light

Night of Light am HCC|Hannover

Luminar 4 – ein paar Beispiele.

Ein paar Tage vor Weihnachten habe ich mir das Programm „Luminar 4“ gekauft. Aufmerksam wurde ich auf das Programm durch verschieden Fotoforen, ein Hauptgrund war für mich die Funktion mit ein paar Klicks verschiedene Himmel in die Fotos einzubauen. Aus unseren Urlaub in Berlin haben meine Tochter und ich einige schöne Bilder mitgebracht, leider hatten wir an keinem Tag einen blauen Himmel und so wirkten die meisten Fotos auch dementsprechend flau. Also habe ich jetzt ein paar Fotos mit Luminar bearbeitet, bewusst ohne diverse Detailverbesserung, nur mit der ein „Klick“ Bearbeitung, um hier das Ergebnis was jeder Anfänger hinbekommt zu zeigen. Das Programm ist durchaus sehr mächtig und in vielen Punkten eine gute Alternative zu Lightroom. Momentan nutze ich es noch als Plugin in LR, ich fürchte einfach den Umzug von knapp 80.000 Bildern in die Bibliothek von Luminar. In einem unserer nächsten Treffen werde ich das Programm dann mal vorstellen.

Dieses Bild ist nur mit der Objektivkorrektur in LR bearbeitet. Der Himmel war leider ziemlich flau.

Alex mit Weltuhr, 1/800 Sek. bei f/6,3, ISO 200, BW: 28mm, Kamera Sony Alpha 7, Objektiv Sony FE 28-70

Hier ist das Ergebnis mit Luminar 4, nur per Einklick den Himmel getauscht- ohne weitere Bearbeitung.

Luminar versucht hier die Reflexionen und Lichtstimmung entsprechend zu änder, ein guter Versuch wie ich finde.

Das zweite Bild, der „Tränenpalast“

Das Bild wurde in LR so gut wie möglich bearbeitet, am Himmel ist leider auch hier nichts zu machen….

Tränenpalast, 1/125 Sek. bei f/ 8, ISO 100, BW 28mm, Kamera Sony Alpha 7, Objektiv FE 28- 70

Hier in der Version mit Luminar bearbeitet, ein Klick und der Himmel ist eingebaut. Bewusst habe ich hier einen ziemlich dramatischen Himmel ausgewählt. Beachtlich wie gut die KI die Blätter vom Baum freistellt und die Reflexionen in den Glasflächen vom Tränenpalast darstellt, auch die Lichtstimmung wird komplett übernommen.

Tränenpalast mit Luminar- Himmel.

Ein weiteres Beispiel der ehemalige „Lehrter- Bahnhof“ in Berlin.

„Lehrter Bahnhof“, Berlin HBF, Model Lena- Romy, 1/160 Sek. bei f/ 6,3, ISO 100, BW 44mm Kamera Sony Alpha 7, Objektiv FE 28-70 Sony

Hier das Ergebnis von Luminar:

Hier hat Luminar das kleine Model etwas zu stark abgedunkelt, aber sowas lässt sich in der Software sehr leicht korrigieren. Überhaupt lassen sich in Luminar viele Details wie Himmelsrichtung und Sonnenstand, Maßstab der Wolken, Lichteinfall und Stärke der Reflexionen vorgeben. Übrigens hat Luminar hier ein bisschen etwas im Himmel unterschlagen, wer findet es?

Das letzte Beispiel, Bahnhof Berlin Friedrichstraße

Auch hier wieder ein Himmel ohne Urlaubsstimmung

Bahnhof Berlin Friedrichstraße, 1/100 Sek. bei f/8, ISO 100, BW 49mm, Kamera Sony Alpha 7, Objektiv FE 28- 70 mm

Eigentlich ein Bild für die Tonne! Aber Luminar holt auch hier etwas raus!

Das Foto wird natürlich nicht unbedingt besser, jedoch zeigt es ziemlich eindrucksvoll was Luminar kann. Luminar bietet auch die Möglichkeit eigene, selbst fotografierte Himmel einzufügen, so lässt sich also auch der Himmel über München mit der von der Ostsee tauschen. Die Spielwiese der Bildmanipulation ist also um einen Akteur erweitert, nicht schlimm wie ich finde, eigentlich ist jeder Klick in Lightroom ja auch schon eine Manipulationen. Möge jeder seine Grenzen selbst ziehen.

Weitere Beispiele können wir ja demnächst bei einem Workshop der Lehrter Bilderbox bearbeiten. Gäste sind bei uns (wie immer) herzlich Willkommen.

Sturm im Wasserglas

Gerade habe ich wieder ein Projekt von meiner nie enden wollenden „müßte man“-Liste abgearbeitet. Diesmal zum Thema „Highspeed„.

Sturm im Weinglas

Sturm im Weinglas (blaue Stunde)

Obwohl ich als Fotojournalist kein Freund von Blitzlichtgeräten bin — „auf der Straße“ zerstören sie meist die Lichtstimmung — habe ich das Potential bei „Studio“-Aufnahmen entdeckt („Studio“ ist im Sommer nicht selten einfach die Terrasse).

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Die Geschichte hinter dem Monatsthema im September.

Auf der Suche nach „Streetart“ in Hannover- von Jürgen Bady.

Klar, auch da hilft „Dr. Google“! „Hannover, Celler Straße 23“ hatte ich mir auf den Merkzettel geschrieben. Da soll eine Hauswand professionell gestaltet worden sein. Statt sich genau den Lageplan einzuprägen, hatte ich mir nur gemerkt, dass ich vom Hochhaus am Raschplatz starten sollte. Dort angekommen fragte ich am Anfang der „Lister Meile“ in einem Straßencafé nach dem Weg zur „Celler Straße“. Ein Gast antwortete, da solle ich zurück und dann rechts lang über die „Hamburger Allee“ weitergehen. Der Kellner, der gerade die frischen Getränke auftischte, korrigierte den Gast sofort. „Das geht viel einfacher! Gehen sie weiter die „Lister Meile“ lang, dann kommen sie an einer Kreuzung direkt auf die „Celler Straße“!“ Also lief ich los und erfuhr nun zunehmend, was meilenweit bedeutet. Jeder Meter zählte bei der großen Sommerhitze und mit der Entzündung im rechten Knie irgendwie doppelt!  Endlich kam ich nach weiterem Nachfragen dann wirklich in der „Celler Straße“ an. Dort fragte ich in einer Apotheke nach der Richtung zur Nummer 23, da ich bisher keine Hausnummern gesehen hatte. Die Apotheke in der „Celler Straße“ hatte die Nummer 79, also wo lang geht‘s zur Nummer 23? „Da gehen sie jetzt rechts entlang in Richtung „Hamburger Allee“!“ 

Toll! „Hamburger Allee“! Diese Straße hatte ich doch heute schon mal gehört! Hatte da nicht „der Gast“ im Café vorgeschlagen, über die „Hamburger Allee“ zur „Celler Straße“ zu gehen? Mir fiel dabei gerade ein, dass „der Gast“ eine Frau war und man(n) doch eigentlich auch auf Frauen hören sollte! Statt ca. 500 m bin ich nun 1300 m bis zum gesuchten Haus gelaufen. Die „Celler Straße 23“ ist ein Eckhaus und die Hauswand mit der schönen „Streetart“-Gestaltung befindet sich auf der Seite zur „Hamburger Alle“. Aber nun bloß nicht ärgern! Ich fand ja auf dem sehr langen Umweg auch noch unerwartet zwei von Amateuren gestaltete Motive zum Monatsthema „Streetart“ der Lehrter Bilderbox! 

Die Geschichte hinter dem „Monatsbild“

Wie schön! Ich hatte nun auch mal Glück und so durfte ich das Monatsthema „Staub“ bestimmen. Die Bildidee war klar, es sollte ein Mähdrescher im Abendlicht sein. Doch bevor ich mich auf Motivsuche machen konnte ging es erstmal in den Urlaub. Einen Tag vor dem nächsten Treffen ist es mir dann wieder eingefallen… das Foto fehlt noch! Also die Kamera eingepackt und los in die Feldmarkt- aber die Landwirte hatten die Felder schon abgeräumt! Na dann… Plan B! In der Lehrter Feldmarkt suchten wir uns einen schönen geschotterten Platz – dieser war mir schon ein paar mal aufgefallen. Leider hatte die Nacht den Tag schon um die Ecke gebracht und so war es dann auch schon ziemlich finster. Egal, dann halt Staub mit Lichtspuren. Als erstes eine grobe Lage gepeilt, Stativ aufgebaut, meine Tochter hinter die Kamera gestellt und erste Einweisungen gegeben: Also, wenn ich hupe- dann drückst du bitte den Auslöser… gesagt getan, es ging los! Ich den 27 jähre alten Audi (den mit der guten Rentnerglückausstattung) bis an die Grenze im zweiten Gang beschleunigt (es tat schon ein wenig in der lieben Seele weh), leicht eingelenkt und dann die Handbremse bis zum Anschlag gezogen- so wie „Burt“ Reynolds im Film „Ein ausgekochtes Schlitzohr“. Danach angehalten und zu Kind- und Kamera gelaufen. Die kleine Stand mit offenen Mund in einer sich gerade legenden Staubwolke- sowas hatte sie halt noch nicht live gesehen und schon garnicht von ihrem Papa. Na? Alles drauf? Für das erste Foto ganz in Ordnung… nur zu wenig Staub. Es folgten noch ein paar Versuche mit anderen Kameraeinstellungen bis wir ein schönes Foto hatten. Zufrieden und mit einem ziemlich eingestaubten Auto ging es dann noch zu einem amerikanischen Schnellrestaurant- dies war der Preis für meine kleine Fotografin.

Hannover leuchtet

Von Mittwoch bis Sonntag bietet sich ein interessantes Thema für einen Fotowalk: „Hannover leuchtet“ und zwar täglich von 17.30 bis 23.00 Uhr (14.11. bis 18.11.2018). Ähnliche Aktionen waren Seelewaschen am Neuen Rathaus (2013) sowie Illumination Farbdepesche am Landesmuseum (2014).

Leuchtender Bulli

Leuchtender Bulli

Ich starte an der Basilika St. Clemens. Ich habe zwar meinen Fotorucksack dabei, doch um beweglich zu bleiben, nehme ich später nur mein Weitwinkel und das Stativ für die weitere Tour mit. So entstehen sämtliche Aufnahmen mit dem Walimex pro 14 mm (Kleinbild).

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Malen mit Licht

Was für ein Tag! Bei Bombenwetter bis 24 Grad und strahlendem Sonnenschein erst mit dem Sohnemann im Tiergarten und am Abend im Georgengarten einen Light-Painting-Workshop gemacht — malen mit Licht wörtlich genommen. Noch nie habe ich beim Sichten der Bilder in Lightroom so oft 4 Sterne gegeben und überlegt, ob ich — trotz gegenteiliger eiserner Regel — nicht noch vor der Bearbeitung auf 5 gehe.

Spirograf Leibniz

Spirograf mit Leibniz.

Das liegt einerseits daran, daß es ein tolles Motiv ist, andererseits nach kleinen Startschwierigkeiten die Bilder auch „out of camera“ schon super geworden sind (technische Daten: 14 mm | Blende 5,6 | 22 Sekunden | ISO 100/21 DIN — keine automatischen Bildverbesserungsfunktionen on location, jeweils Kleinbildformat). Dazu nochmals herzlichen Dank an Karl-Heinz M., der das notwendige Material angeschleppt und mit vollem körperlichen Einsatz unermüdlich in Szene gesetzt hat!

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Meine sieben Sachen: Schwarzweißfoto-Challenge.

Normalerweise beteilige ich mich nicht an Kettenbriefen auf Facebook , aber bei der Schwarzweißfoto-Challenge mache ich eine Ausnahme, weil mir das Thema gefällt und ich gleichzeitig ein paar Leute motivieren möchte, die Kamera hervorzuholen. Das Thema:

Sieben Tage, sieben Schwarz-Weiß-Fotos aus meinem Alltag. Keine Leute, keine Erklärungen. Und jeden Tag einen Freund herausfordern.

Gleichzeitig erweitere ich für mich die Kriterien um quadratisch im Mittelformatlook, um am Ende einen gewissen Serienzusammenhalt zu haben. Anbei meine sieben Sachen.

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Ab in den Süden

Als Storchenbeobachter im unserem schönen Dorf Arpke gab es in dieser Saison wieder spannende (fotografische) Momente.

Mit dem Abflug der Altstörche in diesen Tagen geht wieder ein Kapitel zu Ende und man erwartet unser Brutpaar im nächsten Jahr wieder auf dem Kirchendach.

Einige Tage vor der Abreise der Altvögel haben sich die beiden diesjährigen Jungstörche auf Ihre erste Reise in den Süden aufgemacht. In den letzten Jahren konnte ich eine sogenannte Storchenversammlung in den Tagen kurz vor dem Abflug beobachten. Hierbei treffen sich verschiedene Alt- und Jungstörche aus der näheren Umgebung, um gemeinsam auf einem Feld nach Nahrung zu suchen. Vorletztes Jahr konnte ich bei so einer Versammlung

zehn Vögel zählen, eine beeindruckende Zahl.

Der Bruterfolg von Störchen ist abhängig vom Nahrungsangebot, von den Witterungsbedingungen während der kritischen Brutphasen, aber auch von der Bruterfahrung der Altvögel. Dieses Jahr hat die extreme Trockenheit ihren Tribut gefordert.

Zwei der vier Küken wurden von den Eltern kurz nach dem Schlupf „ausgesondert“. Das Futterangebot reichte wohl nur für zwei Jungvögel. Diese haben sich aber prächtig entwickeln können und sind „überpünktlich“ flügge geworden.

Meine regelmäßigen Beobachtungen von der Glockenstube des Kirchturms auf den Horst am anderen Ende des Kirchenschiffes sind immer spannend. Ob es sich dabei um die Fütterung der Jungvögel oder das Abwehren ortsfremder Störche, die dem Nest zu nahe kommen, welches mit heftigem Geklapper und Drohgebärden, ja manchmal auch mit waghalsigen „Nahkampfflugmanövern“ einhergeht, oder um die Gefiederpflege handelt, es gibt immer wieder etwas zu entdecken (und natürlich zu fotografieren).

 

Fibonacci-Zahlen

Die Fibonacci-Zahlen bilden eine außergewöhnliche Zahlenfolge. Sie fängt mit 0 und 1 an, und dann ist jede Fibonacci-Zahl gleich der Summe der beiden vorhergehenden Fibonacci-Zahlen. Es gibt eine Vielzahl von Querbezügen zu Objekten der Mathematik, der Biologie und anderen Naturwissenschaften. Mit weiteren Ableitungen dazu wird auch eine Verbindung mit dem Goldenen Schnitt hergestellt.

Die folgenden Links vertiefen das Verständnis zu diesen Zahlen:

  • https://www.youtube.com/watch?v=R8w4l3f3g58
  • http://www.golden-section.eu/kapitel5.html
  • http://www.ijon.de/mathe/fibonacci/

Fototagebuch als Fotoprojekt

Die Idee mit einem Fototagebuch ist nicht neu und wird immer Mal wieder vorgestellt. Ich selbst habe meine Kamera fast täglich in der Hand und veröffentliche seit Jahren (fast) wöchentlich ein vorzeigbares Foto auf meiner Projekthomepage 52pics — dabei muß man Tagebuch nicht wörtlich nehmen, aber regelmäßig und in nicht allzu großen Abständen solltest du dich schon drum kümmern.

Fotografieren lernen mit Fototagebuch.

Nicht selten hört man allerdings die Ausrede, „ich weiß nicht, was ich knipsen fotografieren soll“. Da bietet sich gerade ein passabler Einstieg über die Videoreihe von Stephan Wiesner, der wöchentlich ein Thema vorstellt und dich ermutigt am Ball zu bleiben. Wenn du aktuell mitmachst, kannst du von der „Community“ profitieren, wenn du später dazu stößt, sollte es keine Ausrede sein auf dem Sofa zu bleiben.