Sturm im Wasserglas

Gerade habe ich wieder ein Projekt von meiner nie enden wollenden „müßte man“-Liste abgearbeitet. Diesmal zum Thema „Highspeed„.

Sturm im Weinglas

Sturm im Weinglas (blaue Stunde)

Obwohl ich als Fotojournalist kein Freund von Blitzlichtgeräten bin — „auf der Straße“ zerstören sie meist die Lichtstimmung — habe ich das Potential bei „Studio“-Aufnahmen entdeckt („Studio“ ist im Sommer nicht selten einfach die Terrasse).

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Die Geschichte hinter dem Monatsthema im September.

Auf der Suche nach „Streetart“ in Hannover- von Jürgen Bady.

Klar, auch da hilft „Dr. Google“! „Hannover, Celler Straße 23“ hatte ich mir auf den Merkzettel geschrieben. Da soll eine Hauswand professionell gestaltet worden sein. Statt sich genau den Lageplan einzuprägen, hatte ich mir nur gemerkt, dass ich vom Hochhaus am Raschplatz starten sollte. Dort angekommen fragte ich am Anfang der „Lister Meile“ in einem Straßencafé nach dem Weg zur „Celler Straße“. Ein Gast antwortete, da solle ich zurück und dann rechts lang über die „Hamburger Allee“ weitergehen. Der Kellner, der gerade die frischen Getränke auftischte, korrigierte den Gast sofort. „Das geht viel einfacher! Gehen sie weiter die „Lister Meile“ lang, dann kommen sie an einer Kreuzung direkt auf die „Celler Straße“!“ Also lief ich los und erfuhr nun zunehmend, was meilenweit bedeutet. Jeder Meter zählte bei der großen Sommerhitze und mit der Entzündung im rechten Knie irgendwie doppelt!  Endlich kam ich nach weiterem Nachfragen dann wirklich in der „Celler Straße“ an. Dort fragte ich in einer Apotheke nach der Richtung zur Nummer 23, da ich bisher keine Hausnummern gesehen hatte. Die Apotheke in der „Celler Straße“ hatte die Nummer 79, also wo lang geht‘s zur Nummer 23? „Da gehen sie jetzt rechts entlang in Richtung „Hamburger Allee“!“ 

Toll! „Hamburger Allee“! Diese Straße hatte ich doch heute schon mal gehört! Hatte da nicht „der Gast“ im Café vorgeschlagen, über die „Hamburger Allee“ zur „Celler Straße“ zu gehen? Mir fiel dabei gerade ein, dass „der Gast“ eine Frau war und man(n) doch eigentlich auch auf Frauen hören sollte! Statt ca. 500 m bin ich nun 1300 m bis zum gesuchten Haus gelaufen. Die „Celler Straße 23“ ist ein Eckhaus und die Hauswand mit der schönen „Streetart“-Gestaltung befindet sich auf der Seite zur „Hamburger Alle“. Aber nun bloß nicht ärgern! Ich fand ja auf dem sehr langen Umweg auch noch unerwartet zwei von Amateuren gestaltete Motive zum Monatsthema „Streetart“ der Lehrter Bilderbox! 

Die Geschichte hinter dem „Monatsbild“

Wie schön! Ich hatte nun auch mal Glück und so durfte ich das Monatsthema „Staub“ bestimmen. Die Bildidee war klar, es sollte ein Mähdrescher im Abendlicht sein. Doch bevor ich mich auf Motivsuche machen konnte ging es erstmal in den Urlaub. Einen Tag vor dem nächsten Treffen ist es mir dann wieder eingefallen… das Foto fehlt noch! Also die Kamera eingepackt und los in die Feldmarkt- aber die Landwirte hatten die Felder schon abgeräumt! Na dann… Plan B! In der Lehrter Feldmarkt suchten wir uns einen schönen geschotterten Platz – dieser war mir schon ein paar mal aufgefallen. Leider hatte die Nacht den Tag schon um die Ecke gebracht und so war es dann auch schon ziemlich finster. Egal, dann halt Staub mit Lichtspuren. Als erstes eine grobe Lage gepeilt, Stativ aufgebaut, meine Tochter hinter die Kamera gestellt und erste Einweisungen gegeben: Also, wenn ich hupe- dann drückst du bitte den Auslöser… gesagt getan, es ging los! Ich den 27 jähre alten Audi (den mit der guten Rentnerglückausstattung) bis an die Grenze im zweiten Gang beschleunigt (es tat schon ein wenig in der lieben Seele weh), leicht eingelenkt und dann die Handbremse bis zum Anschlag gezogen- so wie „Burt“ Reynolds im Film „Ein ausgekochtes Schlitzohr“. Danach angehalten und zu Kind- und Kamera gelaufen. Die kleine Stand mit offenen Mund in einer sich gerade legenden Staubwolke- sowas hatte sie halt noch nicht live gesehen und schon garnicht von ihrem Papa. Na? Alles drauf? Für das erste Foto ganz in Ordnung… nur zu wenig Staub. Es folgten noch ein paar Versuche mit anderen Kameraeinstellungen bis wir ein schönes Foto hatten. Zufrieden und mit einem ziemlich eingestaubten Auto ging es dann noch zu einem amerikanischen Schnellrestaurant- dies war der Preis für meine kleine Fotografin.

Hannover leuchtet

Von Mittwoch bis Sonntag bietet sich ein interessantes Thema für einen Fotowalk: „Hannover leuchtet“ und zwar täglich von 17.30 bis 23.00 Uhr (14.11. bis 18.11.2018). Ähnliche Aktionen waren Seelewaschen am Neuen Rathaus (2013) sowie Illumination Farbdepesche am Landesmuseum (2014).

Leuchtender Bulli

Leuchtender Bulli

Ich starte an der Basilika St. Clemens. Ich habe zwar meinen Fotorucksack dabei, doch um beweglich zu bleiben, nehme ich später nur mein Weitwinkel und das Stativ für die weitere Tour mit. So entstehen sämtliche Aufnahmen mit dem Walimex pro 14 mm (Kleinbild).

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Malen mit Licht

Was für ein Tag! Bei Bombenwetter bis 24 Grad und strahlendem Sonnenschein erst mit dem Sohnemann im Tiergarten und am Abend im Georgengarten einen Light-Painting-Workshop gemacht — malen mit Licht wörtlich genommen. Noch nie habe ich beim Sichten der Bilder in Lightroom so oft 4 Sterne gegeben und überlegt, ob ich — trotz gegenteiliger eiserner Regel — nicht noch vor der Bearbeitung auf 5 gehe.

Spirograf Leibniz

Spirograf mit Leibniz.

Das liegt einerseits daran, daß es ein tolles Motiv ist, andererseits nach kleinen Startschwierigkeiten die Bilder auch „out of camera“ schon super geworden sind (technische Daten: 14 mm | Blende 5,6 | 22 Sekunden | ISO 100/21 DIN — keine automatischen Bildverbesserungsfunktionen on location, jeweils Kleinbildformat). Dazu nochmals herzlichen Dank an Karl-Heinz M., der das notwendige Material angeschleppt und mit vollem körperlichen Einsatz unermüdlich in Szene gesetzt hat!

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Meine sieben Sachen: Schwarzweißfoto-Challenge.

Normalerweise beteilige ich mich nicht an Kettenbriefen auf Facebook , aber bei der Schwarzweißfoto-Challenge mache ich eine Ausnahme, weil mir das Thema gefällt und ich gleichzeitig ein paar Leute motivieren möchte, die Kamera hervorzuholen. Das Thema:

Sieben Tage, sieben Schwarz-Weiß-Fotos aus meinem Alltag. Keine Leute, keine Erklärungen. Und jeden Tag einen Freund herausfordern.

Gleichzeitig erweitere ich für mich die Kriterien um quadratisch im Mittelformatlook, um am Ende einen gewissen Serienzusammenhalt zu haben. Anbei meine sieben Sachen.

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Fibonacci-Zahlen

Die Fibonacci-Zahlen bilden eine außergewöhnliche Zahlenfolge. Sie fängt mit 0 und 1 an, und dann ist jede Fibonacci-Zahl gleich der Summe der beiden vorhergehenden Fibonacci-Zahlen. Es gibt eine Vielzahl von Querbezügen zu Objekten der Mathematik, der Biologie und anderen Naturwissenschaften. Mit weiteren Ableitungen dazu wird auch eine Verbindung mit dem Goldenen Schnitt hergestellt.

Die folgenden Links vertiefen das Verständnis zu diesen Zahlen:

  • https://www.youtube.com/watch?v=R8w4l3f3g58
  • http://www.golden-section.eu/kapitel5.html
  • http://www.ijon.de/mathe/fibonacci/

Fototagebuch als Fotoprojekt

Die Idee mit einem Fototagebuch ist nicht neu und wird immer Mal wieder vorgestellt. Ich selbst habe meine Kamera fast täglich in der Hand und veröffentliche seit Jahren (fast) wöchentlich ein vorzeigbares Foto auf meiner Projekthomepage 52pics — dabei muß man Tagebuch nicht wörtlich nehmen, aber regelmäßig und in nicht allzu großen Abständen solltest du dich schon drum kümmern.

Fotografieren lernen mit Fototagebuch.

Nicht selten hört man allerdings die Ausrede, „ich weiß nicht, was ich knipsen fotografieren soll“. Da bietet sich gerade ein passabler Einstieg über die Videoreihe von Stephan Wiesner, der wöchentlich ein Thema vorstellt und dich ermutigt am Ball zu bleiben. Wenn du aktuell mitmachst, kannst du von der „Community“ profitieren, wenn du später dazu stößt, sollte es keine Ausrede sein auf dem Sofa zu bleiben.